Die Georg-Schumann-Straße

Die Gründung der Georg-Schumann-Straße

Die Georg-Schumann-Straße ist die längste Straße, oder sollte man doch besser Magistrale sagen, in unserem Leipzig und wurde 1818 als Hallesche Straße angelegt. Die Gesamtlänge beträgt immerhin stolze 5.460 Meter und quert 5 Ortsteile. Sie beginnt am Chausseehaus im Ortsteil Zentrum-Mitte über Gohlis, Möckern, Wahren bis hin zur ehemaligen Stadtgrenze in Stahmeln. Hier endet sie recht unspektakulär und wird durch einen Straßenschildpfosten zur Hallischen Straße. Entlang der Magistrale werden am Straßenrand die einzelnen Ortsteile durch Schilder angezeigt.

Heute ist die Georg Schumann Magistrale die bestimmende Straße in Westrichtung. Diese Bedeutung erlangte sie aber erst zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie lediglich eine Landstraße, die sich in einem miserablen Zustand befand und wurde deshalb von den Fußgängern weitestgehend gemieden. Es befanden sich einige bedeutende Häuser auf der Georg-Schumann-Straße. Leider wurden durch Bombenangriffe im zweiten Weltkrieg auch viele zerstört.

In der Georg-Schumann-Straße 109-111 hat sich bis vor wenigen Jahren das markante Gebäude der ehemaligen Gohliser Aktienbrauerei, welches im Jahre 1871 erbaut wurde befunden. Hier gab es auch den Brauereiausschank „Braustübel“ mit dem berühmten „Verbrechertisch“. Die Gebäude, die nach der politischen Wende immer mehr verfallen sind, haben nun einem neuen Stadteilzentrum, mit einem großen Einkaufszentrum-Kaufland, Platz gemacht. Nur ein Gebäude am ehemaligen Eingang bzw. Einfahrt ist noch stehengeblieben.

Erwähnenswert scheint jedoch, dass am Haus Nr. 56 eine Wandtafel aus Sandstein existiert. Abgebildet ist hier die Figur eines Maurers. Die Inschrift lautet „Bauverein / Zur Beschaffung preiswerter Wohnungen / in Leipzig EGmbH“. Der Verein wurde 1898 gegründet und trägt heute den Namen „Baugenossenschaft Leipzig eG“.

Im früheren Dorf Gohlis, Gohlis befand sich abseits der damaligen normalen Landstraße, trug sie im ersten Adressbuch (1863) den Namen „Möckernsche Chaussee“, im zweiten (1866) Halleschestraße. Bis zum heutigen Tag wechselte die Georg-Schumann-Straße noch des öfteren den Namen bis sie 1945 nach dem Kommunisten und Widerstandskämpfer Georg Schumann benannt wurde.

 

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